Das Ende der „Dauerbeköderung“
Die Schädlingsbekämpfung in Deutschland steht vor einer der größten Umstellungen der letzten Jahrzehnte. Spätestens ab dem 1. Juli 2026 wird sich der Umgang mit Nagetieren wie Ratten und Mäusen grundlegend ändern. Die bisher gängige Praxis der „befallsunabhängigen Dauerbeköderung“ (BUD) – also das präventive Auslegen von Giftködern, auch wenn gar kein aktiver Befall vorliegt – wird untersagt.
Was bedeutet das für Ihr Unternehmen, Ihre Gastronomie oder Ihr privates Umfeld hier in der Region Harburg, Seevetal und Lüneburg?
Was genau ändert sich?
Bisher war es in vielen Betrieben Standard, Köderstationen mit Wirkstoffen (Antikoagulanzien) dauerhaft installiert zu haben, um Schädlinge „abzufangen“, bevor sie zum Problem werden. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat jedoch entschieden: Schluss mit dem präventiven Gifteinsatz.
Künftig dürfen antikoagulante Rodentizide nur noch dann ausgelegt werden, wenn ein akuter Befall nachgewiesen wurde. Das „auf Verdacht“ installierte Gift in Ihren Außenanlagen oder Lagerhallen muss also weichen.
Warum dieser Schritt?
Die Entscheidung ist eine Reaktion auf ökologische Notwendigkeiten und den Schutz unserer Umwelt. Die bisher verwendeten Wirkstoffe (Blutgerinnungshemmer) gelangen bei unsachgemäßer oder zu häufiger Anwendung in die Nahrungskette und gefährden Greifvögel, Haustiere und das Grundwasser. Zudem entwickeln Nager bei dauerhafter, aber unzureichender Giftaufnahme Resistenzen – das Gift verliert also schleichend seine Wirkung.
Was bedeutet das für Sie?
Für Lebensmittelproduktion, Logistik & Gastronomie
Wenn Ihr Betrieb HACCP- oder IFS-konform arbeitet, ist dieses Verbot keine Entwarnung, sondern eine Aufforderung zum Handeln. Sie müssen weiterhin einen lückenlosen Nachweis führen, dass Ihr Gebäude schädlingsfrei ist. Da Gift nun erst „bei Alarm“ eingesetzt werden darf, rückt die Detektion (Erkennung) in den Mittelpunkt.
Unsere Empfehlung: Stellen Sie jetzt um auf ein smartes Monitoring-System.
- Non-Tox-Köder: Wir verwenden giftfreie Lockmittel, die lediglich anzeigen, ob Nager im Bereich aktiv sind.
- Digitale Überwachung: Vernetzte Sensoren oder Funkfallen melden uns in Echtzeit, sobald sich ein Eindringling zeigt. So können wir gezielt und nur bei Bedarf reagieren – absolut gesetzeskonform und nachhaltig.
Für Privatpersonen und Hausverwaltungen
Auch im privaten Bereich oder in der Mietverwaltung ist Prävention durch Gift künftig nicht mehr der richtige Weg. Hier gilt mehr denn je: Bauliche Prävention ist der beste Schutz. Wenn keine Nager ins Gebäude gelangen können (durch fachgerechte Abdichtungen, wie wir sie in unserem letzten Beitrag besprochen haben), ist der Einsatz von Gift ohnehin überflüssig.
Unsere Strategie für die Region
Als Ihr lokaler Partner für den Großraum Hamburg, Harburg und Lüneburg begleiten wir Sie durch diese Umstellungsphase. Wir analysieren Ihr bestehendes Sicherheitskonzept, entfernen veraltete Giftköderstationen und implementieren moderne, giftfreie Monitoring-Konzepte, die bei Audits und Kontrollen bestehen.
Wir sind der Meinung: Die Abkehr von der prophylaktischen Giftfütterung ist ein wichtiger Schritt in Richtung moderner Schädlingsbekämpfung. Wir nutzen Technik statt Chemie, um Ihre Standards zu halten.
Digitale Schädlingsbekämpfung ist im gewerblichen Bereich eine gute Alternative. Informieren Sie sich dazu bei uns!
Sind Sie bereit für den Juli 2026? Prüfen Sie gemeinsam mit uns, ob Ihre aktuellen Maßnahmen den neuen regulatorischen Anforderungen entsprechen. Wir erstellen Ihnen gerne ein individuelles Konzept, das ohne dauerhaften Gifteinsatz auskommt – für mehr Sicherheit in Ihrem Betrieb und in unserer Umwelt.
Kontaktieren Sie uns heute für eine Bestandsaufnahme Ihrer Schädlingsprävention!
